in Anlehnung an SN EN 12390-13

Steifigkeits-Degradations-Test

Der Steifigkeits-Degradations-Test (SDT) dient der quantitativen Bewertung von Schädigungen in Beton.

Der Steifigkeits-Degradations-Test (SDT) dient der quantitativen Bewertung von Schädigungen in Beton. Das Verfahren ermöglicht die Erfassung von Veränderungen der Materialsteifigkeit sowie von Mikroschädigungen, die mit herkömmlichen Prüfmethoden häufig nicht oder nur schwer erkennbar sind.

Die Prüfung erfolgt an entnommenen Bohrkernen und basiert auf der Bestimmung des Elastizitätsmoduls unter zyklischer Druckbelastung. Hierzu werden mehrere Be- und Entlastungszyklen durchgeführt und die entstehenden Spannungs-Dehnungs-Kurven ausgewertet. Die dabei auftretenden Hysteresen erlauben Aussagen über den Energieverlust, die Materialdegradation und den Schädigungsgrad des untersuchten Betons.

Der Steifigkeits-Degradations-Test wird insbesondere bei Betonbauteilen eingesetzt, die durch Alterung, Alkali-Aggregat-Reaktionen (AAR), Frost-Tausalz-Belastungen oder andere schädigende Umwelteinflüsse beeinträchtigt sein können. Die ermittelten Kennwerte ermöglichen eine objektive Beurteilung des Materialzustands und unterstützen die frühzeitige Erkennung von Schädigungsprozessen.

Die gewonnenen Messergebnisse bilden eine wertvolle Grundlage für Zustandsbeurteilungen, Dauerhaftigkeitsbewertungen sowie die Planung von Erhaltungs- und Instandsetzungsmassnahmen. In Kombination mit weiteren Untersuchungsverfahren lässt sich der Schädigungsgrad von Betonbauwerken umfassend beurteilen.

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Beton- und Stahlbetonbau 99, Heft 3