DGZfP-Merkblatt B 14 Akkreditiert (SAS)

Laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIBS)

Die laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIBS) dient der schnellen und präzisen Bestimmung der chemischen Zusammensetzung von Materialien.

Die laserinduzierte Plasmaspektroskopie (LIBS) dient der schnellen und präzisen Bestimmung der chemischen Zusammensetzung von Materialien. Das Verfahren ermöglicht die Analyse von Elementen an entnommenen Proben und liefert Informationen über deren räumliche Verteilung in unterschiedlichen Tiefenbereichen.

Für die Untersuchung wird die Probenoberfläche mittels kurzer Laserpulse lokal abgetragen. Das dabei entstehende Plasma emittiert charakteristische Lichtsignale, die spektroskopisch ausgewertet werden. Anhand dieser Signale können verschiedene chemische Elemente identifiziert und deren relative Konzentrationen bestimmt werden.

Im Betonbau wird das LIBS-Verfahren insbesondere zur Untersuchung von Chloridprofilen, zur Analyse von Schadstoffeinträgen sowie zur Charakterisierung von Baustoffen eingesetzt. Durch die hohe räumliche Auflösung können Konzentrationsverläufe über die Tiefe des Bauteils erfasst und Aussagen über das Eindringen schädigender Stoffe getroffen werden.

Die gewonnenen Untersuchungsergebnisse liefern eine wertvolle Grundlage für Zustandsbeurteilungen, Dauerhaftigkeitsbewertungen und Schadensanalysen. In Kombination mit weiteren Untersuchungen, wie Chloridanalysen, Karbonatisierungsprüfungen oder petrographischen Untersuchungen, ermöglicht das Verfahren eine umfassende Beurteilung des Bauwerkszustands.

Weitere Informationen zum innovativen LIBS-Verfahren finden Sie unter folgendem Link.

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Beton- und Stahlbetonbau 99, Heft 3