Mikroskopische Gefügeanalyse am Dünnschliff

Die mikroskopische Gefügeanalyse am Dünnschliff dient der detaillierten Untersuchung der Zusammensetzung und des inneren Aufbaus von Beton.

Die mikroskopische Gefügeanalyse am Dünnschliff dient der detaillierten Untersuchung der Zusammensetzung und des inneren Aufbaus von Beton. Sie ermöglicht die Beurteilung von Zuschlagstoffen, Zementstein, Poren, Rissen sowie von Schädigungsmechanismen auf mikroskopischer Ebene.

Für die Untersuchung werden aus dem Bauwerk entnommene Proben zu Dünnschliffen aufbereitet und unter dem Polarisationsmikroskop analysiert. Dadurch können die mineralogische Zusammensetzung der Gesteinskörnung, die Beschaffenheit des Zementsteins sowie das Vorhandensein von Reaktionsprodukten und Gefügeveränderungen untersucht werden.

Die mikroskopische Gefügeanalyse wird insbesondere im Rahmen von Schadensuntersuchungen und Dauerhaftigkeitsbewertungen eingesetzt. Sie ermöglicht die Identifikation von Alkali-Aggregat-Reaktionen (AAR), Frostschäden, chemischen Angriffen, Entmischungen sowie weiteren Schädigungs- und Alterungsprozessen im Beton.

Die gewonnenen Untersuchungsergebnisse liefern wichtige Informationen über die Ursachen und das Ausmass von Schäden. In Kombination mit weiteren Labor- und Felduntersuchungen bilden sie eine fundierte Grundlage für Zustandsbeurteilungen sowie die Planung von Erhaltungs- und Instandsetzungsmassnahmen.

Mikroskopische Untersuchung des Betongefüges an einem Dünnschliff
Mikroskopische Untersuchung des Betongefüges an einem Dünnschliff

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Beton- und Stahlbetonbau 99, Heft 3